Bruttoinlandprodukt und Branchen-struktur
Die Schweiz erwirtschaftet pro Kopf der Bevölkerung ein Bruttoinlandprodukt, das weltweit das fünfthöchste bzw. kaufkraftbereinigt das achthöchste ist. Das Bruttoinlandprodukt pro Kopf der Bevölkerung lag 2008 mit 64’642 USD deutlich über dem EU-Durchschnitt. Im Vergleich zum Vereinigten Königreich (UK) schneidet die Schweiz um 49 % besser ab, gegenüber Deutschland und Frankreich beträgt die Differenz 45 % bzw. 40 %.
Rund 70 % des Bruttoinlandproduktes stammen aus dem Dienstleistungsbereich. Der Industriesektor ist mit einem Anteil von 28 % am BIP jedoch ebenfalls ein wichtiger Pfeiler der Volkswirtschaft. Schlüsselbranchen sind Chemie, Investitionsgüter und Banken. Die Schweizer Wirtschaft ist stark exportorientiert, der Anteil des Aussenhandels am Bruttoinlandprodukt ist einer der höchsten der Welt. Eine sehr wichtige Rolle spielt hierbei die EU (62,0 % der Ausfuhr, 79,5 % der Einfuhr).
Klein- und Mittelbetriebe (KMU) dominieren die Struktur der schweizerischen Wirtschaft. Mehr als 99 % der Unternehmen haben weniger als 250 Vollzeitbeschäftigte. Die Bindung der Arbeitnehmer an das Unternehmen ist sehr eng, Motivation und Verantwortungsbewusstsein sind ausgeprägt. Diese typisch schweizerischen Eigenschaften resultieren im Qualitäts- und Servicegedanken sowohl in der Industrie als auch im Dienstleistungsbereich. Auch bezüglich Innovation gehört die Schweiz zur Weltspitze.
Bruttoinlandprodukt pro Kopf (nominal), 2009
in USD
Quelle: IMD World Competitiveness Yearbook 2010
Branchenstruktur, Beschäftigtenanteil
Quelle: BFS Bundesamt für Statistik, Beschäftigungsstatistik (BESTA)
Ranking Wettbewerbsfähigkeit, 2010
Global Competitiveness Index (GCI)
Quelle: World Economic Forum, The Global Competitiveness Report 2010-2011
Globaler Innovationsindex, 2009-2010, Overall Ranking
Quelle: Global Summary Innovation Index (GSII)


















