Energie
Die Versorgung mit Energie ist über das ganze Land flächendeckend sichergestellt. 45,2% des Bruttoenergieverbrauchs wurden im Jahr 2007 in der Schweiz durch Erdölprodukte abgedeckt. 25,2% lieferten die Atomkraftwerke und 11,5% wurde mit Hilfe von Wasserkraft produziert. Ebenfalls eine relativ wichtige Rolle spielt das Erdgas, das 2004 9,7% des Energiebedarfs abdeckte. 23,9% des Endverbrauchs wird durch Elektrizität gedeckt, die grösstenteils im Inland erzeugt wird (Wasserkraftwerke: 55%, Kernkraftwerke: 40%). Die Einbindung in das europäische Verbundsystem stellt sicher, dass überall in der Schweiz die Versorgung mit Elektrizität garantiert ist, und dies auch bei besonders grossem Stromverbrauch. Das gilt auch für die anderen Energieträger Gas und Erdöl. Für die Kraftstoffversorgung steht ein dichtes Netz von über 3’500 Tankstellen für Benzin und Diesel sowie über 60 für Erd- und Biogas zur Verfügung. Der Benzinpreis ist im Vergleich mit den Nachbarstaaten moderat (15% günstiger als in Deutschland und Italien, 23% günstiger als in Frankreich, 10% günstiger als in Österreich).
Der Schweizer Strommarkt ist stark fragmentiert: Die Versorgung mit elektrischer Energie wird durch rund 900 Elektrizitätsversorgungsunternehmen (EVU), darunter 7 Verbundunternehmen und rund 80 Produzenten, sichergestellt. Ab 2009 wird der Strommarkt schrittweise geöffnet. Zuerst können die Grossverbraucher (ab 100’000 kWh pro Jahr) ihren Lieferanten selber auswählen. Voraussichtlich 2014 erhalten alle Endkunden diese Möglichkeit. Je weiter die Liberalisierung fortschreitet, desto mehr wird sich das auf die Gestaltung der Stromverbrauchstarife auswirken. Mit leichter Verzögerung zur Strommarktliberalisierung wird auch die Öffnung des Gasmarktes vollzogen.














